Ach so! Instagram darf einfach Spaß machen?

freude-social-media

In den letzten Wochen habe ich, bedingt durch einen anstehenden Umzug und das dazugehörige Renovierungschaos, wenig Artikel und Briefe schreiben können. Stattdessen habe ich begonnen, auf Instagram ein visuelles Tagebuch zu führen – um nicht ganz Verknüpfung und Überblick zu verlieren.

Das funktioniert so schön, und so einfach: Ohne Druck oder Plan suche ich mir ein Bild für den Tag aus und schreibe eine Zeile dazu.

Eine Art von Spiel, auf das ich bisher nicht gekommen bin, weil Instagram für mich immer so ein Social Media Ding war, das man ja mit Plan und Konzept und Ziel nutzen muss. Was Quatsch ist – es ist ein Werkzeug, das da rumliegt, und das kann ich so anpassen und nutzen, wie ich es brauche.

Ich entscheide über die Nutzung meiner Werkzeuge.

Und für den Moment habe ich entschieden: Ich finde dieses Werkzeug toll, um nebenbei und unaufgeregt damit zu experimentieren, was ich von mir öffentlich zeigen möchte.

In dem Zusammenhang tauchte bei mir ein Gedanke von Brené Brown, gefunden bei Meg Worden, auf:

It’s a funny thing about us as humans that tenderness, the humor, and the humanness, is the first thing we want to see in others and the last thing we want to show them in ourselves.

(In etwa: Es ist interessant an uns Menschen, dass die Offenheit, die Weichheit, der Humor und alles, was uns menschlich macht, das erste ist, was wir an anderen sehen wollen und das letzte, was wir bereit sind, ihnen von uns zeigen.)

Oh ja. Das gilt auch für mich. Auch wenn meine Website-Arbeit mit anderen meist nichts anderes ist als eine Übung, sich als Mensch zu zeigen.

Also übe auch ich, und platziere kleine Bilder und Texte und weiche, verletzliche Momente von mir in der Welt, und schaue zu, wo die hinwachsen und was für eine Freude sie mir bringen.

Denn auch das gilt: Ich darf Sachen – selbst Online-Social-Media-Marketing-Kladderadatsch-Sachen – einfach nur aus Freude machen.

Du auch, übrigens.

Save

Save

Save

geschrieben von: Ricarda Kiel

Ricarda Kiel

Ricarda hilft Selbständigen, gute Websites auf die Welt zu bringen und die selber mit mutigen und klaren Texten zu füllen. Sie ist sehr für Unabhängigkeit, und schreibt alle zwei Wochen ermutigende Briefe.

One Comment

  1. Was für feine Worte! Ich bin froh über jeden, der die Dinge reflektiert und doch mit ’ner gewissen Leichtigkeit angeht. Sich einfach mal zeigen und schauen, was geschieht.
    Dein Text ist der letzte Schubser, mich auch mal auf Instagram zu probieren. Danke!

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *